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11.07.2016 18:00 Uhr

Alte Feuerwache, Köln

BAR70W - Tag 2

Festival

10. - 12. Juli 2016 Köln

ab 12:00 Uhr

BAR70W: Installation - Videoarbeiten - Elektronische Stücke
Kino und Hof der Alten Feuerwache / ON - Büro

u.a. mit Reidosklopädie?, Enzykloskoport?, Çoğluotobüsişletmesi, Talkmaster's Choice, Zero Crossing, Songbird's Hour

18:00 Uhr

Konzert 1 - BAR70W
Saal der Alten Feuerwache

Musiker aus Köln und Studierende der hfmt spielen Werken für Instrumente und Computer von Klarenz Barlow

u.a. 1981, until, Ludus Ragalis, resonancia flautomatica

21:00 Uhr

Konzert 2 - BAR70W
Saal der Alten Feuerwache

Kompositionen von befreundeten und assoziierten Künstlern und Musikern


38 Jahre hat Klarenz Barlow (geboren am 27. Dezember 1945 in Kalkutta/Indien) in Köln gelebt, studiert, geforscht, Softwaren und Texte geschrieben, theoretisiert, Vorträge gehalten und gelehrt (neben der HfMT Köln u.a. auch bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt sowie am Institut für Sonologie in Den Haag). Er hat die Initiative Musik und Informatik Köln – GIMIK – und die Konzertreihe Computing Music ins Leben gerufen und nicht zuletzt ein reiches Œuvre mit Orchesterwerken, Kammer- und Vokalmusik, Elektroakustischen Stücken, Hörspielen, Installationen, Werken für Soloinstrumente, Player-Piano und Videoarbeiten komponiert. Im Jahr 2006 kehrte Klarenz Barlow Köln und Europa den Rücken, folgte einem Ruf als Professor an die UCSB in Santa Barbara Californien und entfaltet seine Aktivitäten heute in sonnigerem Klima.

Der Anerkennung der Pionierleistung von Barlow auf vielen Gebieten – von der Algorithmischen Komposition, der Sprach- und Klangsynthese und als Vorreiter konzeptueller Kompositionsansätze – steht die geringe Präsentation seines Werkes auf Tonträgern und in Konzerten gegenüber. Aus Anlass seines 70. Geburtstags im Dezember 2015 werden daher repräsentative Werke seines Schaffens (erstaunlicherweise viele deutsche und europäische Erstaufführungen) innerhalb eines Festivals in der Alten Feuerwache Köln am 11. und 12. Juli 2016 zur Aufführung gebracht. Ebenso soll befreundeten und assoziierten Künstlern und Musikern die Möglichkeit gegeben werden, durch individuelle Reaktionen, Grüße und Huldigungen in konzertanter Form etwas dazu beizutragen.

Unter den verschiedensten Quellen, aus denen Barlow Musik ableitet, nimmt die Linguistik eine prominente Stelle ein. Und nicht umsonst bilden in Barlows Mythod „an incomplete attempt to decribe what I usually do and how I do it“ Sprachen den Hauptteil der Dinge, die er unter der Rubrik, was er gelernt hat, aufzählt (die Programmiersprachen Fortran und Pascal sowie japanische Silbenschriften mitgerechnet).

So liegt es nahe, dieses Gebiet künstlerischer Forschung und vor allem Barlows Konzept der Synthrumentation (synthesis of speech or indeed any timbral sounds – but usually speech phonemes – through instruments) im Rahmen des Symposium „sounds and structures in music and language“, das am 10. Juli 2016 an der Universität zu Köln stattfindet, genauer in den Blick zu nehmen.

Um das Festival BAR70W auszurichten, haben sich verschiedene Institutionen, Vereine sowie befreundete Künstler und Musiker aus Köln zusammengetan. Und wir freuen uns, Barlows Klanglomerationen, Synthrumentationen, Spektastik, Musikquantenlehre und anderen arithmetischen Übungen der Seele, seinen Wortspielen, Polemiken und vor allem seinem vielgestaltigen Werk einen Rahmen zu geben.

Ort: Alte Feuerwache
Melchiorstr. 3
50670 Köln


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