Musik prospektiv

Medienkunst

Impulse zum Performativen der Medienkunst

Dr. Stahl Stenslie (Künstler, Kurator und Wissenschaftler, Oslo)

Dr. Stahl Stenslie stellt in seinem Vortrag eine Vielzahl von Künstlern und seine eigene Arbeit vor. Beschrieben wird, was er unter forschenden Künsten versteht, eng verknüpft mit seinem Selbstverständnis als forschender Künstler, Professor und Wissenschaftler . Im Zentrum seines Vortrags steht Kunst, die sich mehr im öffentlichen und virtuellen Raum positioniert, CyberArts, audio-visuelle, performative Medienkunst, die öffentliche Plätze, Fassaden, interaktive Medienarchitektur, wie zum Beispiel das Ars Electronica Museum in Linz/Österreich als Präsentations- und Diskussionsplattform nutzt. Darüber hinaus stellt er Thesen auf, wie haben sie innerhalb der letzten Jahre Produktionsbedingungen für „forschende Künste“ verändert.  Stenslie hat nach seinem Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln 1995 im MediaPark ein Labor für mediale Strategien, mem_brane,  mitgegründet. Bis zur Auflösung 1997 war es ein internationaler Treffpunkt und eine Kommunikationsplattform für interdisziplinäre Künste, Design und Wissenschaften. Trotz allen Standortvorteil die Köln bietet, fehlt die Unterstützung solche Potentiale in der Stadt zu fördern und zumindest mittelfristig zu verankern.  In Köln wird seit Jahren über ein Zentrum für Musik und Medienkunst diskutiert, Stenslie positioniert sich dazu, dass er es wünschenswert findet. Dazu ist keine besondere Architekturhülle (landmark architecture) notwendig, es wird wenig außergewöhnliche Technik benötigt, da diese zu schnell veraltet, der Unterhalt, die Betreuung, Wartung,  Sicherung, Neuanschaffung zu kostenintensiv ist. Künstler technisch mobiler geworden sind, zumal viele Laptops eine solide Arbeitsausstattung bieten auch durch Open Source Software. Es ist sinnvoller mit Leihtechnik und der Expertise von ortsansässigen Experten zu arbeiten. Nach seiner Auffassung brauchen Künstler in erster Linie Räume zum Arbeiten, Räume die jederzeit zugänglich sind. Diese Orte sollen einladend geöffnet werden als Treffpunkte zum Wissensaustausch, experimentieren, zur Vermittlung, für Präsentationen, als Börse für Kooperationen sowie Kulturpatenschaften mit akademischer und wirtschaftlicher Anbindungen. Für unterschiedliche Anforderungsprofile werden andere Räume benötigt, entsprechend ist mehr als nur ein Ort notwendig.

Georg Dietzler

zum Vortrag


Inhalt

Vorwort

Zukunftsmusik

In Institutionen

Jenseits der Insitutionen

Künstlersicht

Medienkunst

Schlusswort

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Vorwort

Konferenz zu einem Zentrum für neue Musik und Medienkunst Köln: Fazit & Perspektive

Zukunftsmusik: Aufführungspraxis und Konzertstätten

Neue Aufführungspraxis: Das Konzert der Zukunft
Aufführungsorte für Musik: gewöhnlich - ungewöhnlich – außergewöhnlich
Architektur: Ansprüche, Hindernisse, Konzeption

Institutionelle Verankerunug: Bedürfnisse & Möglichkeiten

EMPAC – Planen und Bauen am Beispiel des Empac
MUMUTH: Integration von Institution, Kunst und Wissenschaft

Jenseits der Institutionen: Plattformen, Labors, Public-Private

Radialsystem V: Erfahrungen, Meinungen
Wunschraum-Klangtraum
Kunst, Technik Medien Crossover

Eine Künstlerische Perspektive aus dem Musiktheater

Komposition, Phantasie und künstlerische Wirklichkeit

Medienkunst: Transdisziplinarität, Kollaboration, Forschung

Impulse zum Performativen der Medienkunst

Schlusswort