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31.03.2016 20:00 Uhr

ON - Neue Musik Köln, NEUES BÜRO, Köln

Mundstücke: Stephen Menotti

Es ist der Versuch, eine einfache abstrakte Sprache zu finden, die dennoch einen erzählerischen Charakter hat, indem sie den Klang in einen Kontext von Richtung und Entfernung (real, scheinbar und erfunden) stellt.

- Benedict Mason (Programmnoitz zu trombone)

In diesem Sinne von Erkundung und Experiment auf dem Weg, eine "einfache abstrakte Musik" zu finden, ist der Zuhörer eingeladen, die grundlegenden Eigenschaften des Instruments Posaune zu erleben. Körperliche Bewegung und Führung in eine Richtung sind unterschiedliche Parameter des Posaunenspiels, die als essenzielle Elemente Eingang in Kompositionen für dieses Instrument finden.

In diesem Programm werden die physikalischen und akustischen Eigenschaften der Posaune als Resonanzkörper erforscht: als Verstärker von Obertönen und Artikulation sowie als Nachahmer der menschlichen Stimme. Die Körperlichkeit des Spielers und des Instruments werden hervorgehoben durch die Trennung oder die Überlappung einzelner Parameter. So werden beispielsweise die Zugbewegungen oder die Ausrichtung der Trichter isoliert oder einander widersprechende Gesten vollzogen.

Das Programm umfasst einen Klassiker des Posaunenrepertoires, Luciano Berios Sequenza V, vor genau 50 Jahren geschrieben. Die anderen Werke betrachten jeweils mindestens einen Apsekt, dem sich auch Berio gewidmet hat. Dabei wird die Lupe vergrößert oder der Aspekt weiter ausgereizt. Immer so, dass es dem Zuhörer möglich wird noch tiefer einzutauchen in die Klangwelt der Posaune.

Programm

/// Zuggehoer ///

Stefan Prins (1979)
FITTINGinSIDE (2009)

Kenn Kumpf (1977)
_They Mix Above There (2008)

Manfred Stahnke (1951)Tom’s Twin (2006)

Paul Hübner (1984)
diktatorinnengattinen (2014)

Luciano Berio (1925-2003)
Sequenza V (1965)  

Benedict Mason (1954)
trombone (1996)

Stephen Menotti - Posaune

Eintritt frei

Die Konzertreihe "Mundstücke - Vier Mal Blasmusik solo" ist eine kleine Serie von Konzerten, die sich jeweils einem Blasinstrument widmen.

Stephen Menotti

Stephen Menotti ist ein freischaffender Posaunist aus Basel in der Schweiz. Seine besondere Leidenschaft auf dem Gebiet der Neuen Musik führte ihn bereits zu zahlreichen Ensembles, darunter die MusikFabrik, Klangforum Wien, Ensemble Modern, Collegium Novum Zürich, und das International Contemporary Ensemble (ICE).

Stephen studierte Posaune bei James Desano am Oberlin College (USA) und bei Mike Svoboda an der Hochschule für Musik Basel (CH). Nach dem er Teilnehmer bei Stockhausen Kursen in Kürten war, spielte er in mehreren Konzerten und Aufführungen Stockhausens Musik: beim Uraufführung SONNTAG aus LICHT und, als Solist, beim Musica Viva Produktion von SAMSTAG aus LICHT in München und beim Uraufführung MITTWOCH aus LICHT mit den Birmingham Opera Company. Im Sommer 2016 spielt er in das Theater Basel Produktion von DONNERSTAG aus LICHT.

Als vielseitiger Darstelle, tritt er regelmässig in verschiedenen Szenen auf: als Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker und im Theater. Er ist Gründungsmitglied des Eunoia Quintetts, mit wem er viele Kompositionsaufträge vergeben und uraufgeführt hat. Als Solist ist er beim Lucerne Festival, Festival d’Autumne Paris, und Warschauer Herbst aufgetreten, und er hat mit dem Studio MusikFabrik, den European Workshop for Contemporary Music, und dem Lucerne Festival Academy Orchestra gespielt.

Ort: ON - Neue Musik Köln, NEUES BÜRO
Alte Feuerwache / Branddirektion / Melchiorstr. 3
50670 Köln


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