ZAM Labore

ZAM Labor Vol #1 - #4
Ins ZAM Labor begeben sich bis zu sechs Musiker verschiedenster stilistischer Herkunft. Die Musiker begeben sich an wechselnden Orten in Köln für zwei Tage in Klausur, um ausgehend von einem Thema gemeinsam Fäden zu spinnen, zu improvisieren, sich zu reiben, musikalische Gedanken zu entwickeln. Die Verschiedenheit der Protagonisten wird hier nicht als Hürde begriffen, sondern als ein nutzbares kreatives Potential. Das Vergnügen der Laborarbeit liegt gerade in der Kombination sehr unterschiedlicher musikalischer Substanzen. Das Dogma, die sich selbst auferlegte künstlerische Beschränkung in Form eines Mottos, setzt Energien frei und steht nur scheinbar im Widerspruch zum Gedanken einer freien Musik. Denn durch die verordnete Thematik entstehen Produktionen, die bei totaler künstlerischer Freiheit so nicht entstehen würden. Die vom „Laborleiter“ eingeladenen Musiker sollen zum aktuellen Labor-Thema musikalisches und performatives Material erarbeiten. Bei dem, was das Publikum am zweiten Tag zu hören und zu sehen bekommt, von einem „Ergebnis“ zu sprechen, wird dem Grundgedanken des ZAM Labor nur zum Teil gerecht. Denn aufgeführt wird keine Komposition, kein „Stück“ im eigentlichen Sinne. Die Konzertbesucher werden vielmehr Zeugen der Fortsetzung eines Prozesses. Das, was in einer Laborsituation begonnen hat, wird mit der Erfahrung zweitägiger Versuchsanordnungen im Rücken als Livekonzert fortgesetzt. Die Bühne wird zum Labor. Das Publikum hat Teil am musikalischen Experiment.
Projektträger:
ZAM e.V.
Ansprechpartner: Maciej Sledziecki und Marion Wörle


