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Geschichte (2008-2011)

Als sich Ende 2007 die 15 Projekte des bundesweiten Netzwerk Neue Musik in Berlin vorstellten, war die Rede vom „Wunder von Köln“, da es das Kölner Vorhaben ON – Neue Musik Köln geschafft hatte, die äußerst heterogene und bisweilen kleinteilig agierende hochspezialisierte Szene der Neuen Musik vor Ort zur Schaffung eines gemeinsamen Netzwerkes zu bewegen. So sind unter dem Dach von ON über 30 Partner – von großen Institutionen wie der Kölner Philharmonie, dem WDR oder der Hochschule für Musik und Tanz Köln bis hin zu einzelnen Ensembles wie der musikFabrik und KomponistInnen, freien Veranstaltern und Initiativen der Musikvermittlung  - als gleichberechtigte Partner engagiert mit dem Ziel, neue Strategien und Formate der Vermittlung zeitgenössischer Musik zu erdenken und umzusetzen.

Seit Januar 2008 stellte sich das große Kölner Netzwerk dem Thema „Vermittlung Neuer Musik“. In Workshops, musikpädagogischen Projekten, Konzerten und neuartigen Veranstaltungsformaten arbeitete eine Vielzahl von Netzwerkpartnern an dieser Aufgabenstellung. Das zur operativen Steuerung eingerichtete ON-Büro  erfüllte dabei u.a. die Funktion der internen und externen Kommunikation. So sorgte es für eine geschlossene Außendarstellung der Netzwerkaktivitäten in Form eines einheitlichen grafischen Auftretens, eines dreimal jährlich erscheinenden Magazins und der Website www.on-cologne.de. ON kuratierte darüber hinaus die Konzertreihe „Schlüsselwerke der Neuen Musik“ mit ca. 12 Konzerten jährlich, stieß immer wieder künstlerische Kooperationen an (z.B. mit gemeinsam mit dem Museum Ludwig, dem Kölnischen Kunstverein oder den jungenkunstfreunden)  und unternahm  Anstrengungen , die Zusammenarbeit und den Austausch der Kölner Hochschulen zu intensivieren. Eines der langfristigen Ziele von ON war die Entstehung eines Zentrums für Neue Musik in Köln, als Produktions- und Präsentationsort für multimediale Arbeiten und experimentelles Musiktheater, als künstlerisches Labor und als zentrales Informationszentrum zur zeitgenössischen Musik in Köln.

Die Vermittlungsarbeit des Netzwerkes ON – Neue Musik Köln gliederte sich dabei in vier Vermittlungsfelder, die jeweils eigene Teilziele verfolgten. Alle Teilbereiche des Netzwerks arbeiteten auf ihre Weise den globalen Zielen von ON – Neue Musik Köln zu: der besseren Vernetzung der Akteure untereinander, der Förderung der künstlerischen Potenziale zur Entwicklung der Musikstadt Köln, der Publikumsentwicklung und der Weiterentwicklung  von Plänen/Konzepten zur Schaffung eines Zentrums für die Neue Musik in Köln.

Die ON-Vermittlungsfelder waren im Einzelnen:

BASIS:
Durchführung einer Reihe von praxisnahen Workshops und Seminaren für bereits tätige und angehende professionelle Musikvermittler (Musiker, Lehrer, Journalisten etc.) zu ganz konkreten Aspekten der Vermittlung, z.B. Konzertmoderation, elektronische Musik im Musikunterricht, Konfliktlösungen usw.

BOTSCHAFT:
In diesem Vermittlungsfeld fand eine Reihe von musikpädagogischen Veranstaltungen statt, in der Menschen mit Neuer Musik konfrontiert werden, die in der Regel nicht ohne weiteres mit dieser Musik in Berührung kommen.

SCHLÜSSELWERKE:
Unter dem Konzertlabel „Schlüsselwerke der Neuen Musik“ stellten Musiker und Ensembles der freien Szene in ca. 12 Konzerten jährlich wichtige Werke des 20. Jahrhunderts in dramaturgisch sinnvolle Kontexte, platzierten sie an ungewöhnlichen Orten und kommentierten sie auf neue Art, um die musik- und allgemein kulturgeschichtliche Wirkungsmächtigkeit bestimmter Kompositionen zu demonstrieren und einen Beitrag zur Repertoirebildung der Neuen Musik zu leisten.

PLUS:
In diesem Vermittlungsfeld initierte ON neue künstlerische Veranstaltungsformate, die interdisziplinär ausgerichtet waren und die Neue Musik ganz bewusst aus ihren gewohnten Settings herauslöste und in neue Zusammenhänge brachte (ungewöhnliche Orte, Alte und Neue Musik, Neue Musik und Film, Neue Musik und Noise/Experimentalelektronik etc.).

Förderer (2008-2011)

ON – Neue Musik Köln wurde von 2008-2011 gefördert durch das Netzwerk Neue Musik.